Nachtische - very british!

Tradition ist etwas, das in Großbritannien immer noch sehr hoch gehalten wird, und so ist es stimmig, dass auch der Nachtisch, das Dessert, auf den britischen Inseln eine sehr lange Tradition genießt. Schon während der viktorianischen Ära hatte diese nachmittägliche Süßspeise Hochkonjunktur. Zum Tee sollte etwas serviert werden, das sich relativ schnell zubereiten ließ, gut zu dem meist eher herzhaften Mittagessen passte und außerdem wohlschmeckend war zu dem starken schwarzen Tee, der am Nachmittag serviert wurde. So entstanden die typisch englischen Desserts. Oftmals ist darunter ein Gebäck zu verstehen, häufig Obstkuchen aus Biskuitteig, Früchten und Sahne. Aber auch die kleinen englischen Gebäcke sind aus dieser Tradition entstanden. Die Scones zum Beispiel, die manchmal salzig, meistens aber süß genossen werden mit Marmalade und Cream. Manche der Desserts werden auch in Gläsern oder Glasschalen serviert und können dann gelöffelt werden. Dazu gehören Puddings oder Trifles. Hier spielt die Zubereitung eine ebenso große Rolle wie die Dekoration. Oft werden die Desserts reich mit Nüssen oder Schokolade verziert, nicht selten auch mit Schlagsahne. Für Erwachsene wird gern etwas Portwein zugegeben, bei Kindern wird dieser natürlich durch Fruchtsaft ersetzt. In Gläsern geschichtet angeboten, ist das nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus.